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Handelskriege zwischen den USA und China - die meist betroffenen Industriebranchen

Press release   •   May 27, 2019 08:30 CEST

Der Handelsstreit zwischen den USA und China eskaliert seit Januar 2018 immer mehr und gefährdet Hunderte von Unternehmen, Arbeitsplätzen und die Kaufkraft in beiden Ländern. Wer Recht hat oder wer Unrecht hat, spielt keine Rolle mehr: Der größte Handelskrieg der Geschichte eskaliert gerade und das ohne Zweifel zu einem Ego-Kampf.

Die zwei größten Volkswirtschaften der Welt konnten trotz vieler und langer Handelsgespräche keinen Kompromiss erzielen - im Gegensatz zu dem neuen Handelsabkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada (USMCA). Die von TradeMachines erstellte grafische Zusammenfassung geht auf die anfänglichen Gründe dieses Handelskrieges und die möglichen Konsequenzen eines langfristigen Wirtschaftsstreits ein. Über seine Entstehung und die jüngsten Dramen einer laufenden Spirale.

Ist Protektionismus die Antwort für ein Außenhandelsdefizit jedes einzelnen Landes?

Seit dem Beitritt Chinas zur WTO (Welthandelsorganisation) im Jahr 2001 ist das amerikanische Handelsdefizit (mit China) um das 4,5-fache gewachsen. China trug jedoch keine Schuld daran, dass amerikanische Unternehmen die Vorteile der natürlichen Ausstattung vom Mittleren Königreichs ausnutzten, indem sie Waren jeglicher Art im Ausland produzierten und sie in die USA importierten.

Zu anderweitigen Gründen, die diesen globalen Streit rechtfertigen, gehören nach Angaben der amerikanischen Behörden unter anderem:

  • Erhaltung von Arbeitsplätzen: Protektionismus sichert keine Arbeitsplätze. Die ersten Zölle auf Stahl und Aluminium führten zu einem Verlust von 16 Arbeitsplätzen für jeden entstandenen Arbeitsplatz, was sich negativ auf alle rohstoffabhängigen Industriebranchen auswirkte.
  • Fairere Handelsregeln: Beim Eintritt in die größten Verbrauchermärkte müssen ausländische Unternehmen die lokalen Vorschriften einhalten. Joint Ventures zwingen ausländische Unternehmen, ihre Technologien auf chinesische Kollegen zu übertragen. Dieser Punkt ist die Hauptursache für die Spannungen zwischen den beiden Mächten, die ihrerseits eigene Interessen, die technologische Abhängigkeit und/oder den Fortschritt schützen wollen.

Für Experten hat dieser Handelsstreit hauptsächlich implizite politische und geostrategische Gründe. In den frühen 2000er Jahren lag China hinsichtlich der Technologien und des Einfluss in aller Welt weit hinter den USA zurück; in weniger als 20 Jahren holten die Chinesen es auf und fordern nun Amerikas Vorherrschaft heraus. Darüber hinaus stellen das Projekt “Neue Seidenstraße” und der strategische Plan "Made in China 2025" Bedrohung für die Interessen der USA dar.

Die Deeskalation der Spannungen ist der einzige Weg, diesen Handelskrieg zu stoppen

Trumps Verhandlungstechniken machten ihn in der Geschäftswelt und in den internationalen Beziehungen bekannt. Diesmal jedoch sieht es danach aus, dass sich China nicht in die Knie zwingen lässt.

Am 10. Mai konnten sich beide Seiten trotz des im Dezember 2018 angekündigten “Waffenstillstandes” nicht einigen, was zu einer Zölle-Anhebung von 10% auf 25% auf chinesische Waren im Wert von 200 Mrd. USD führte. Die chinesischen Behörden bedauern diese Entscheidung und haben bestätigt, dass sie “notwendige Gegenmaßnahmen” ergreifen werden.

Am 15. Mai hat der amerikanische Präsident Huawei dank eines Dekrets zur Cybersicherheit des Landes auf die schwarze Liste gesetzt. Amerikanische Unternehmen dürfen nicht mehr mit Huawei zusammenarbeiten. Es ist ein großer Schlag für Chinas Stolz und das zweitgrößte Telekommunikationsunternehmen der Welt und auch für die Handelsgespräche. Trump beabsichtigt, Huawei als Druckmittel in diesem anhaltenden Handelsstreit zu nutzen.

Anfang dieser Woche, am 20. Mai, forderten die führenden amerikanischen Firmen, Marken und Einzelhändler von Schuhwerk in einem Brief den Präsidenten auf, seine Handelspolitik einzustellen, sonst wären die Folgen “katastrophal für Verbraucher, Unternehmen und die amerikanische Wirtschaft insgesamt”.

In einer globalisierten Welt können Entscheidungen, die in einem Teil der Welt getroffen werden, Auswirkungen in anderem Teil der Welt haben. Wie könnte sich dieser Handelskrieg für Auktionatoren und Händler von Gebrauchtmaschinen auswirken?

Auswirkungen auf den Gebrauchtmaschinenmarkt

Die Eskalation des Handelskrieges zwischen den USA und China und das Inkrafttreten zusätzlicher Zölle führen zu weiteren Schwierigkeiten in der Landwirtschaft. Obwohl für amerikanische Farmer bereits 2018 ein hartes Jahr war, sieht danach aus, dass das Jahr 2019 noch anspruchsvoller sein wird.

Die Angst amerikanischer Bauern wächst; Chinas Zölle auf den US-Import, darunter Sojabohnen, Mais, Frischobst oder Milchprodukte, haben sich auf den Markt bereits negativ ausgewirkt. Die erwähnten “notwendigen Gegenmaßnahmen”, die China demnächst ergreifen wird, führen zur Verunsicherung unter Farmern.

Ein großer Teil der chinesischen Soja-Exporte wurde nach Brasilien versetzt, was zu finanziellen Verlusten und einer Überproduktion auf amerikanischer Seite führte. Trotz der Beihilfe für landwirtschaftliche Erzeuger im Wert von 11 Mrd. USD sanken ihre persönlichen Einkünfte im ersten Quartal des Jahres 2019 um 11,8 Mrd. USD.

Infolge dessen haben Farmer, die um ihre Zukunft fürchten, die fälligen Investitionen verschoben. Die Anschaffung eines neuen Traktors oder einer neuen Maschine ist zu einer sorgfältig überlegten und gut durchdachten Entscheidung geworden, was bei den Maschinenherstellern zu einem Umsatzrückgang führt. Darüber hinaus werden Unternehmen wie Caterpillar Inc. oder Deere & Co. aufgrund von Zöllen auf Rohstoffe in diesem Jahr zusätzliche 100 bis 250 Mio. USD ausgeben.

Nichtsdestoweniger könnte die aktuelle Situation Türen für neue Möglichkeiten öffnen. Die Preiserhöhung für neue Maschinen kann potenzielle Käufer in den Gebrauchtmarkt führen.

Heico Koch, Gründer & CEO von Trademachines.de - einer Suchmaschine für Gebrauchtmaschinen, bleibt positiv: “Der Handelskrieg zwischen den USA und China wird ohne Zweifel Auswirkungen auf die Investitionsstrategien von Unternehmen haben. Durch die Entscheidung, ihre Investitionen in brandneue Maschinen aufgrund von Marktunsicherheiten zu verschieben oder auszusetzen, werden die Unternehmen ihre eigenen Gebrauchtmaschinen länger behalten, was wiederum das Angebot auf dem Gebrauchtmarkt reduzieren wird. Im Fall, wenn sie sich eine neue Maschine anschaffen müssten, werden sie eher zuerst nach Angeboten auf dem Gebrauchtmarkt suchen.

Gleichzeitig könnten die Hersteller als Reaktion auf sinkende Umsätze die Einführung neuer innovativer Produkte verzögern oder stoppen. In einigen Fällen, wenn sie Überschüsse auf Lagern haben werden, könnten sie sogar ihre Verkaufspreise senken, was die Einnahmen für die Akteure auf dem Gebrauchtmaschinenmarkt kannibalisiert.”

Quellen:

Presseinformationen:

  • TradeMachines ist eine Metasuchmaschine für Gebrauchtmaschinen. Wir führen die Angebote von Händlern und Auktionshäusern auf der ganzen Welt zusammen und haben verschiedene Maschinenarten unter einem Dach. Unsere Plattform ist eine bequeme Möglichkeit für potenzielle Käufer, online sowohl nach lokalen als auch globalen Angeboten zu suchen.
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